Hans Strand: Künstliches Land

Der Landschaftsfotograf Hans Strand war schon immer fasziniert von Mutter Natur und all ihren verschiedenen Seiten, von der eisigen Arktis über tropische Regenwälder bis hin zu trockenen Wüsten.

 

Mit der Hasselblad H6D-100c untersucht Hans in seinem Projekt „Manmade Land“ die Eingriffe des Menschen in die Natur aus der Vogelperspektive.

Blende: F/5,6
Verschlusszeit: 1/750 sek
Brennweite: 50mm (HC 3,5/50 II)

Blende: F/5,6
Verschlusszeit: 1/750 sek
Brennweite: 50mm (HC 3,5/50 II)

Künstliche Pinselstriche
Auf den ersten Blick ähneln die von oben aufgenommenen geometrischen Formen den Pinselstrichen eines spanischen Kunstwerks. Doch bei näherem Hinsehen erkennt man, dass diese Spuren nicht natürlich sind – vielmehr sind es menschengemachte Landschaften, die unsere Erde prägen.

 

Nachdem er jahrelang verschiedene Landschaften auf der ganzen Welt fotografiert hatte, erkannte Hans, dass der Einfluss, den Menschen auf das Land haben nicht zu leugnen ist, insbesondere vom Sitz eines Flugzeugs aus. Die Menschen nutzen die Ressourcen der Erde, verbrauchen und zerstören sie ohne einen zweiten Gedanken, was zu einem Verlust der Artenvielfalt in der Tierwelt und Vegetation führt.

 

„Es ist diese Art der menschlichen Zerstörung der Erde, die ich im wörtlichen wie im übertragenen Sinne einzufangen versuche“, erklärt Hans. „Die Muster, die der menschliche Einfluss auf der Erdoberfläche bildet sind an sich grafische Kunstwerke, die uns das Ausmaß unseres Handelns bewusst machen.“

Wunden in die Erde weben
Ein Thema, dem sich Hans‘ Projekt widmet, ist die Landwirtschaft und wie sie Landschaften manipuliert hat. Durch Entwaldung, das Umgraben der Erde für Bewässerungssysteme und den Anbau von Feldfrüchten haben Menschen Wunden in die Erdoberfläche gewebt.

 

„Die Formen der Felder sind nur Ergebnisse der Topographie und der Anbautechniken und die ästhetische Ansicht von oben ist nur ein glücklicher Nebeneffekt“, sagt Hans. Hans stellt fest, dass mit der stetigen Zunahme unserer Bevölkerung und dem damit verbundenen wachsenden Bedarf an Nahrung solche Landschaftsmuster in Zukunft noch häufiger vorkommen werden.

Blende: F/5,6
Verschlusszeit: 1/750 sek
Brennweite: 50mm (HC 3,5/50 II)

Die Mine von Rio Tinto
Ein weiterer Teil des Projekts befasst sich mit der Mine von Rio Tinto in den andalusischen Bergen, einem riesigen Krater, der Berge, Täler und sogar Dörfer eingenommen hat. Sein Name kommt von dem Fluss, der das Gebiet durchschneidet, dass durch Mineralien die bei Ausgrabungen zu tage gefördert wurden, vergiftet wurde und ihm eine rötliche Färbung verleiht.

 

In den Luftaufnahmen von Hans ist das Land von diesen vielfarbigen Substanzen bemalt die Menschen an die Oberfläche gebracht haben und die ursprüngliche Ästhetik der Erde stören.

Blende: F/8
Verschlusszeit: 1/800 sek
Brennweite: 50mm (HC 3,5/50 II)

Luftaufnahmen mit der H6D-100C
Um diese Umstände zu dokumentieren, verließ sich Hans für Präzision und hohe Auflösung auf die Hasselblad H6D-100c, gekoppelt mit den Objektiven HC 3,5/50 II und HC 2,8/80. Mit ihrem Dynamikbereich von fünfzehn Farbstufen schätzt Hans die tonale Genauigkeit, die er mit dieser digitalen Mittelformatkamera einfangen kann sehr.

 

Genauso wichtig ist die Möglichkeit, Ausdrucke in bester Qualität zu erstellen: „Der Grund, warum ich die H6D-100c verwendet habe, war, dass ich wirklich große Ausdrucke für die Ausstellung machen wollte und die höhere Auflösung des 100-Megapixel-Sensors dies möglich macht. Für die Ausstellung habe ich problemlos 20 Abzüge im Format 140 x 140 cm gemacht“, erklärt Hans.

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

Die Originalfassung des am 09.04.2022 auf www.hasselblad.com erschienen Artikels können Sie hier nachlesen: 

Hans Strand | Manmade Land

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